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Natur

Great Sand Dunes: Sand im Kreislauf zwischen Wind und Bach

Im San Luis Valley im Süden Colorados liegen die höchsten Dünen Nordamerikas am Fuß der Sangre de Cristo Mountains. Wind aus zwei Richtungen und zwei Bergbäche sorgen dafür, dass der Sand dort bleibt und sich in die Höhe türmt. Zu Fuß erkundet man das Feld im Sommer am besten früh am Morgen.

Vom USA Reisen Magazin · Community-Content: Sylvia Spleth

Lesezeit etwa 15 Minuten

Drei Wanderer mit Rucksäcken auf einem Dünengrat im Gegenlicht, dahinter weitere Dünenkämme bis zum Horizont.
Wanderer auf einem Dünengrat im Great Sand Dunes National Park, Colorado.

Vom Parkplatz am Rand des Dünenfelds sieht der erste hohe Kamm aus wie der höchste Punkt. Er ist es nicht. High Dune on First Ridge, das häufigste Ziel der Wanderer, erhebt sich knapp 210 Meter über ihren Fuß. Von oben überblickt man das ganze Feld, rund 78 Quadratkilometer Sand ohne einen einzigen Weg. Selbst von dort bleibt die höchste Düne Nordamerikas großenteils verdeckt: Hidden Dune, knapp 226 Meter hoch, weiter im Norden. Ein anderes Detail liegt näher. Wer an einer beliebigen Stelle ein paar Zentimeter tief gräbt, stößt zu jeder Jahreszeit auf feuchten Sand.

Orientierungskarte im San Luis Valley mit Alamosa, Mosca, San Luis Lake und Anfahrt über US 160 und CO 150 zum Besucherzentrum der Great Sand Dunes.

Warum der Sand am Bergrand liegen bleibt

Hinter dem Dünenfeld steigen die Sangre de Cristo Mountains an. Die Dünen liegen dort, wo das Gebirge eine niedrige Biegung macht, und über ihnen öffnen sich drei Pässe: Mosca, Medano und Music Pass. Auf diese Lücken strömt der Wind zu, der meist aus Südwesten über den Talboden weht und Sand mitnimmt. In der natürlichen Nische vor den Pässen sammelt sich der Sand.

Sandkörner sind leicht genug, dass der Wind sie anhebt, aber zu schwer, als dass er sie lange in der Luft halten könnte. Sie springen deshalb über den Boden und bleiben dort liegen, wo der Wind nachlässt oder ein Hindernis im Weg steht. Gröberes Material bewegt der Wind gar nicht, feinere Teilchen trägt er davon.

Bei Stürmen dreht der Wind und bläst vom Gebirge zurück ins Tal. Diese Gegenwinde kehren die Dünenkämme von Zeit zu Zeit um. Die Dünen wachsen dadurch in die Höhe und wandern nur schwer ins Gebirge.

Trotzdem landet der meiste Sand auf der Bergseite des Feldes. Dort fangen ihn zwei Bäche ab, die nur einen Teil des Jahres fließen: Medano Creek im Osten und Süden, Sand Creek im Norden. Sie tragen den Sand um die Dünen herum zurück auf den Talboden und versickern dort im sandigen Grasland. Was sie abgelagert haben, weht der Wind wieder ins Feld. So geht der Sand zwischen Wind und Wasser hin und her und wird dabei immer höher aufgehäuft.

Gegenwinde, ein großer Sandvorrat auf dem Talboden und die Bäche am Rand gehören zu den Gründen dafür, dass hier die höchsten Dünen Nordamerikas stehen. Dünen gibt es auch anderswo in Colorado und in den meisten Weststaaten, aber keine ist so hoch wie Hidden Dune.

Woher der Sand stammt

Der Vorrat stammt vom Talboden des San Luis Valley. Über lange Zeit sortierten dort flache Seen und Feuchtgebiete, was die Bäche aus den Bergen heranbrachten: ein Gemisch aus Schlamm, Schluff, Ton und Sand. Bei hohem Wasserstand setzte sich der Sand an den Rändern ab und bildete kleine Strände. Sank das Wasser, lag er frei, und der Wind übernahm.

Flaches sandiges Grasland vor dem hellen Dünenfeld und den Sangre-de-Cristo-Bergen in Colorado.
Sand Sheet vor dem Dünenfeld der Great Sand Dunes, Colorado (Aquarell).

Diese Seen sind Reste eines viel größeren Sees, den Geologen Lake Alamosa nennen. Er bedeckte einst weite Teile des Talbodens, bis er plötzlich am Südende des Tals über den Rio Grande abfloss. Zurück blieben kleinere Seen, darunter zwei breite im Nordosten des Tals. Die Bäche aus beiden Gebirgen tragen bis heute Sand in die Senken, in denen sich diese Seen bilden. Früher tat das auch der Rio Grande. Aus den Seen und dem Fluss bekommen die Dünen seit etwa 400.000 Jahren ihren Sand. Reste der Seen liegen noch heute auf dem Talboden, als Salzflächen mit Feuchtgebieten und als flache Seen.

Das Tal selbst ist etwa so groß wie der Bundesstaat Connecticut. Im Westen begrenzen es die San Juan Mountains, die vulkanischen Ursprungs sind. Die Sangre de Cristo Mountains im Osten entstanden, als die Erdkruste auseinanderbrach und sich eine große Platte drehte, wobei das Gebirge gehoben wurde. Fossilien vom Grund eines urzeitlichen Meeres liegen heute in ihren hohen Gesteinsschichten. Ablagerungen aus beiden Gebirgen füllten die tiefe Senke dazwischen, dazu Wasser aus Regen und schmelzenden Gletschern.

Eine große Form, bewegliche Kämme

Der National Park Service zeigt zwei Aufnahmen des ersten Kamms vom selben Standort. Die eine machte William Henry Jackson 1873, die andere entstand 2020. Auf beiden sieht das Dünenfeld fast gleich aus. Der Eindruck stimmt nur für die große Form. Das Feld besteht aus fünf großen Rücken, Megadünen genannt, auf denen kleinere Dünenkämme sitzen. Der erste Kamm gehört zur Megadüne des Medano Creek, die sich aus dem Sand dieses Baches gebildet hat.

Die einzelnen Kämme sind ständig unterwegs. GPS-Messungen über zwanzig Jahre zeigen, wie unterschiedlich: Manche rücken im Jahr nur um etwa einen Meter vor, andere an einem einzigen Tag um mehrere Meter. Sie wandern über die große Form hinweg, deren Umriss sich so langsam ändert, dass zwei Menschenleben kaum einen Unterschied zeigen.

Sanddünen mit Rippelmuster im Vordergrund, dahinter eine bewaldete Bergkette mit schneebedeckten Gipfeln unter blauem Himmel mit Wolken.
Rippeln und Dünenkämme vor den Sangre de Cristo Mountains, Great Sand Dunes National Park, Colorado.

Ob das Feld insgesamt noch wächst, ist eine andere Frage. Der Talboden ist heute so weit bewachsen, dass von dort wenig Sand ins Hauptfeld weht. Einige kleine Dünen wandern noch aus dem Grasland heran, andere werden von Gräsern und Sträuchern überwachsen und bleiben stehen. Das spricht dafür, dass das Feld derzeit kaum größer wird. Viel neuer Sand könnte hinzukommen, wenn die Pflanzendecke dünner wird, etwa in einer Eiszeit oder in sehr trockenen Perioden.

Wie alt die Dünen sind, ist nicht genau bekannt. Der Dünensand reicht gut 90 Meter unter den Talboden und beginnt direkt über den Tonschichten von Lake Alamosa. Deshalb gibt es hier vermutlich Dünen, seit der See vor etwa 400.000 Jahren verschwand. Unter den Seeablagerungen könnte weiterer Dünensand liegen, so tief wurde noch nicht gebohrt. Die Dünen an der Oberfläche sind dagegen jung, denn sie bilden sich ständig neu. Möglicherweise stammen sie aus Ablagerungen von Schmelzwasser, das noch vor rund 12.000 Jahren aus den Gletschern kam und die flachen Seen des Tals überflutete.

Vom Gebirge bis zur Salzkruste

Das Dünenfeld ist nur einer von vier Teilen des Sandsystems. Zu den anderen gehört das Einzugsgebiet in den Bergen, wo viel Schnee und Regen fallen. Seine Bäche entspringen in der alpinen Tundra und in Bergseen, fließen durch Wälder hinab und umrunden schließlich das Dünenfeld. Das Becken des Sand Creek in diesem Einzugsgebiet ist im Great Sand Dunes National Preserve geschützt.

Auf drei Seiten umgibt das Dünenfeld ein sandiges Grasland, das Sand Sheet. In ihm liegen fast neun Zehntel des gesamten Sandes, im Dünenfeld nur etwa ein Zehntel. Hier bilden sich kleine, bogenförmige Parabeldünen, die langsam in das Hauptfeld wandern. Um einzelne Pflanzen häuft der Wind Sandhügel an, die Nebkha-Dünen. Das Grasland ist der am wenigsten besuchte Teil des Nationalparks. Wapitis zeigen sich dort in ruhigeren Monaten oft bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang.

Sand hat sich um die Stammfüße mehrerer Pappeln nahe dem Medano Creek in Colorado angesammelt.
Nebkha um Pappeln am Medano Creek, Great Sand Dunes National Park, Colorado (Aquarell).

Der vierte Teil ist die Sabkha. Westlich der Dünen sammelten Siedler im späten 19. Jahrhundert eine weiße Kruste vom Boden. Neben einer der dicksten Ablagerungen entstand die kleine Siedlung Soda City. Ihre Bewohner verpackten die Soda und brachten sie mit Wagen nach Mosca, von wo sie mit der Bahn in verschiedene Städte ging und als Waschsoda verkauft wurde. Die Kruste bildet sich auf den tiefsten Stellen des Talbodens. Dorthin fließt Wasser an der Oberfläche und im Untergrund, und dort verdunstet es. Weil das Grundwasser salzig ist, bleiben Minerale als weiße Schicht zurück, am häufigsten Trona, ein natronähnliches Mineral.

Auf älteren Karten stehen diese Laugenflächen als „wasteland“, Ödland. Wegen der Laugen wurden sie nicht besiedelt. Zwischen ihnen liegen jedoch auch tiefere Feuchtgebiete, die Bäche und Quellen speisen. In diesem Süßwasser leben Watvögel, Salamander, Frösche und Kröten. In den flachen, salzigen Teilen halten nur salzverträgliche Arten aus, etwa das Salzgras und bestimmte Wirbellose.

Weiße Mineralkruste und spärliche Gräser am flachen Wasser einer Sabkha im Great-Sand-Dunes-System in Colorado.
Sabkha im Sandsystem der Great Sand Dunes, Colorado (Aquarell).

Solche Flächen lassen sich außerhalb des Nationalparks besuchen, am einfachsten in der San Luis Lakes State Wildlife Area, rund 24 Kilometer westlich des Besucherzentrums, und in den Blanca Wetlands südlich des Parks. Für die State Wildlife Area braucht jeder ab 16 Jahren eine gültige Jagd- oder Angellizenz oder einen Pass für die Schutzgebiete des Staates Colorado. Der Teil nördlich einer Bojenlinie und eines Zauns ist dort vom 15. Februar bis 15. Juli gesperrt. Die Blanca Wetlands des Bureau of Land Management sind im selben Zeitraum zum Schutz brütender Vögel geschlossen. Termine und Grenzen können sich ändern.

Das Wasser unter dem Sand

Auf den Dünen wachsen Pflanzen wie die Präriesonnenblume, im Sand leben die Ord-Kängururatte, Insekten und sogar einige Amphibien. Möglich macht das Wasser, das man nicht sieht. Wenige Zentimeter unter der trockenen Oberfläche ist der Sand im ganzen Feld feucht, im Mittel mit sieben Prozent Wasser. Es stammt überwiegend aus Niederschlag, der sich über lange Zeit gesammelt hat, und die trockene Schicht darüber bremst seine Verdunstung. Am Fuß der Dünen steigt das Grundwasser durch Kapillarkräfte bis knapp einen Meter über den eigentlichen Wasserspiegel. Deshalb liegen dort Feuchtgebiete höher als der Grundwasserspiegel.

Auf die Dünen fallen in einem durchschnittlichen Jahr rund 28 Zentimeter Niederschlag, auf die Gipfel darüber etwa 127 Zentimeter, und das meiste davon gelangt in den Grundwasserleiter des Tals. Er reicht bis rund 1,6 Kilometer unter den Talboden und wird jedes Jahr vom Abfluss aus den Bergen aufgefüllt. Die Bäche fließen auf dem hohen Grundwasserspiegel, und die meisten Feuchtgebiete sind die sichtbare Oberkante des Grundwassers. Statt über Flüsse das Meer zu erreichen, versickern die Bäche im sandigen Boden. In der Nordhälfte des San Luis Valley bleibt das Wasser so in einem geschlossenen Becken.

Alpiner See, Nadelwald und schneefleckige Felsgipfel im Upper Sand Creek Basin in Colorado.
Upper Sand Creek Basin im Great Sand Dunes National Preserve, Colorado (Aquarell).

Davon hängen die Dünen ab. Sänke der Grundwasserspiegel dauerhaft, auch nur geringfügig, würden die Bäche schon am Gebirgsrand versickern, statt das Feld zu umfließen. Der Sandkreislauf würde sich verlangsamen oder abbrechen, und die Dünen würden sich mit der Zeit über eine größere Fläche verteilen. In den 1980er- und 1990er-Jahren bedrohten Pläne für eine kommerzielle Wassererschließung nördlich der Dünen dieses System. Mit breiter Unterstützung aus ganz Colorado griff der Kongress ein: 2004 wurde das bisherige National Monument zu einem großen Nationalpark mit Preserve erweitert, vor allem um das Wasser des ganzen Systems zu schützen.

Medano Creek und seine Wellen

Médano ist das spanische Wort für Sanddüne. Wenn der Bach im Frühjahr am Fuß der Dünen fließt, waten und planschen darin Erwachsene wie Kinder. Medano Creek und Sand Creek gehören zu den wenigen Orten der Welt, an denen Wasser in rhythmischen Wellen über Sand fließt. Dafür müssen drei Bedingungen zusammenkommen: ein recht starkes Gefälle, das dem Wasser Tempo gibt, ein glattes, bewegliches Bachbett mit wenig Widerstand und genügend Wasser. Auf dem Grund bilden sich kleine Sanddämme, hinter denen sich das Wasser staut. Wird der Druck zu groß, brechen sie, und etwa alle 20 Sekunden läuft eine Welle bachab. In nassen Jahren werden die Wellen bis zu rund 30 Zentimeter hoch.

Eine niedrige Wellenfront läuft durch den flachen Medano Creek vor Dünen und Sangre-de-Cristo-Bergen in Colorado.
Welle im Medano Creek vor den Great Sand Dunes, Colorado (Aquarell).

Wie viel Wasser kommt, hängt vom Schnee in den Bergen ab. In einem durchschnittlichen Jahr erreicht der Bach im April den Parkplatz am Dünenfeld, zunächst als Rinnsal. Ende Mai oder Anfang Juni fließt er am stärksten, und in diesen Wochen stehen die Chancen auf Wellen am besten. In durchschnittlichen und nassen Jahren sind sie hoch genug, dass Kinder auf flachen aufblasbaren Spielzeugen kurze Strecken treiben können. Das Wasser kommt kalt aus den Bergen und erwärmt sich, wenn es einige Stunden in der Sonne über den Sand geflossen ist. Ende Juni ist es oft nur noch wenige Zentimeter tief. Im Juli ist der Bach am Parkplatz meist ausgetrocknet, am Ostrand des Dünenfelds bei der Castle Creek Picnic Area fließt er dann gewöhnlich noch flach weiter. Dorthin führt eine Piste für Allradfahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit. Zu Fuß sind es vom Parkplatz knapp fünf Kilometer durch das Bachbett.

Nicht in jedem Jahr reicht das Wasser für Wellen. Wie der Bach gerade fließt und was die Prognose erwartet, zeigt die Seite des Parks zu Medano Creek. An den Wochenenden Ende Mai und Anfang Juni sind Parkplätze und Campingplatz oft voll, und an der Einfahrt bilden sich lange Schlangen. Wer kann, kommt unter der Woche. Sobald der Bach etwa ab der zweiten Juniwoche flacher wird, schlüpfen viele Mücken. Sie halten sich an Büschen und Bäumen auf, offenen Sand meiden sie.

Nahkarte mit High Dune on First Ridge, Medano Creek, Dünenzugang, Besucherzentrum und Montville-Weganfang im Great Sand Dunes National Park.

Auf High Dune und in den Wald

Im Dünenfeld gibt es keine Wege. Wer auf High Dune will, geht vom Parkplatz zunächst rund 800 Meter durch das Bachbett des Medano Creek und steigt dann im Zickzack über die Kämme auf. Hin und zurück sind es rund vier Kilometer. Im Mittel braucht man zwei Stunden. Wer an die Höhe noch nicht gewöhnt ist, sollte bis zu vier Stunden einplanen. Das Besucherzentrum liegt auf rund 2.500 Metern, die Gipfel der Dünen reichen bis auf rund 2.650 Meter, und die Luft enthält entsprechend weniger Sauerstoff.

Im Sommer bleibt die Luft auf dieser Höhe mild, die Tageshöchstwerte liegen im Mittel bei 24 bis 27 Grad. Die Sandoberfläche heizt sich an sonnigen Nachmittagen dagegen auf bis zu rund 66 Grad auf. Im Juli und August ziehen nachmittags häufig Gewitter auf, und Blitzschläge können tödlich sein. Deshalb gehört die Dünenwanderung im Sommer in den frühen Morgen oder an den Abend, die Nachmittage eher in die Berge. Hohe Schuhe und lange Hosen halten den Sand ab, Sandalen scheuern an den Füßen.

Höher als High Dune sind zwei andere Dünen. Hidden Dune liegt im Norden, ein Vorgipfel verdeckt ihren eigentlichen Gipfel auf einem großen Teil des Weges. Für die gut elf Kilometer hin und zurück rechnet man etwa sechs Stunden. Star Dune, mit rund 224 Metern die zweithöchste Düne Nordamerikas, erhebt sich als Pyramide deutlich über die übrigen Kämme. Am direktesten erreicht man sie vom Parkplatz aus durch das Bachbett nach Süden. Zu beiden führen lange Touren ohne Weg.

Viele rutschen auf Schlitten oder Sandboards die Hänge hinab. Am besten gleiten Bretter und Schlitten, die für Sand gebaut sind, mit besonders glatter, gewachster Unterseite. Schneeschlitten, Snowboards und Skier rutschen nur auf sehr nassem Sand nach Regen oder Schnee, meist ist die Oberfläche aber trocken. Pappe, Plastikteller und weicher Kunststoff graben sich ein oder schleifen über den Sand. Der Park selbst verleiht nichts. Verleiher gibt es im San Luis Valley, der nächste liegt nahe der Parkeinfahrt und hat vom Frühjahr bis in den Frühherbst geöffnet. Vom Parkplatz geht man mindestens gut einen Kilometer bis zu kleinen und mittleren Hängen und rund zwei Kilometer bis auf den ersten hohen Kamm. Nach Regen oder Schneeschmelze ist der Sand fest, und dann kommt es häufiger zu Verletzungen.

Goldgelbe Espen und dunkle Nadelbäume am Montville Trail mit Blick auf Dünen und das San Luis Valley in Colorado.
Herbstlicher Blick vom Montville Nature Trail, Great Sand Dunes National Park, Colorado (Aquarell).

Für die heißen Stunden bietet sich der Montville Nature Trail an, ein schattiger Waldweg nahe dem Besucherzentrum. Er ist nach einer Siedlung aus dem späten 19. Jahrhundert benannt, die zu ihrer besten Zeit 20 Häuser zählte. Nahe dem höchsten Punkt des Weges reicht der Blick zum Mount Herard, über die Dünen und ins Tal. Länger ist der Mosca Pass Trail. Er folgt einem kleinen Bach durch Espen- und Nadelwald bis auf einen niedrigen Pass in den Sangre de Cristo Mountains. Diesen Weg ins Tal nutzten schon Indianer und frühe Siedler. Allein bis zum Pass sind es gut 5,6 Kilometer und zwei bis drei Stunden, der Rückweg kommt hinzu. Als Zugabe nach einem Vormittag auf den Dünen ist er zu lang.

Zugang, Zeiten und Übernachtung

Der Park ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet. Das Besucherzentrum hat eigene Öffnungszeiten. Der Parkplatz am Dünenfeld liegt rund 1,6 Kilometer nördlich davon. Von dort führt eine rollstuhlgerechte Matte bis an den Rand des Medano Creek und des Sandes. Weiter kommt man mit einem gewöhnlichen Rollstuhl kaum. Das Besucherzentrum verleiht kostenlos Rollstühle mit breiten Ballonreifen, die man telefonisch reservieren muss. Zum Schieben braucht es eine kräftige Begleitperson. Im festen, feuchten Sand am Bach geht das recht leicht, in trockenem, weichem Sand nur mit Kraft und Ausdauer. Für sehr schwere Erwachsene sind die Stühle nicht geeignet.

Der Campingplatz Piñon Flats im Park ist von April bis Oktober geöffnet. Einige Campingplätze in der Umgebung haben das ganze Jahr offen.

Fragen und Antworten

Wie lange dauert die Wanderung auf High Dune?

Hin und zurück sind es rund vier Kilometer ohne Weg, zuerst durch das Bachbett des Medano Creek, dann im Zickzack über die Kämme. Im Mittel dauert das zwei Stunden. Wer an die Höhe von rund 2.500 Metern nicht gewöhnt ist, sollte bis zu vier Stunden einplanen. High Dune erhebt sich knapp 210 Meter über ihren Fuß.

Wann fließt Medano Creek am Parkplatz?

In einem durchschnittlichen Jahr kommt der Bach im April an und fließt Ende Mai oder Anfang Juni am stärksten. Dann sind auch die Wellen am besten zu sehen. Im Juli ist er am Parkplatz meist ausgetrocknet. Nicht jedes Jahr bringt genug Wasser. Den aktuellen Stand zeigt die Seite des Parks zu Medano Creek.

Wann ist es für die Dünen zu heiß?

An sonnigen Sommernachmittagen kann die Sandoberfläche rund 66 Grad erreichen, und im Juli und August ziehen nachmittags oft Gewitter mit Blitzschlag auf. Im Sommer geht man deshalb früh am Morgen oder am Abend auf die Dünen.

Kann man im Park Sandboards oder Sandschlitten leihen?

Nein. Verleiher gibt es im San Luis Valley, der nächste nahe der Parkeinfahrt hat vom Frühjahr bis in den Frühherbst geöffnet. Am besten gleiten Bretter und Schlitten, die für Sand gebaut sind. Schneeausrüstung rutscht nur auf sehr nassem Sand nach Regen oder Schnee.

Kommt man mit dem Rollstuhl auf die Dünen?

Eine Matte führt vom Parkplatz bis an den Bach und den Sandrand. Für das Dünenfeld verleiht das Besucherzentrum kostenlos Rollstühle mit Ballonreifen nach telefonischer Reservierung. Eine kräftige Begleitperson muss schieben, und in trockenem, weichem Sand ist das mühsam.

Weiterführende Informationen

  1. National Park Service: Great Sand Dunes System
  2. National Park Service: Geology
  3. National Park Service: Hydrology
  4. National Park Service: Hiking
  5. National Park Service: Medano Creek
  6. National Park Service: Weather
  7. National Park Service: Accessibility
  8. National Park Service: Sandboarding and Sand Sledding
  9. National Park Service: Operating Hours & Seasons
  10. Colorado Parks and Wildlife: San Luis Lakes SWA
  11. Bureau of Land Management: San Luis Valley Field Office Seasonal Closures

Angaben zu Öffnungszeiten, Eintritt, Angeboten und Zugänglichkeit können sich ändern. Maßgeblich sind die verlinkten Stellen.

Dieser Beitrag beruht auf Recherche in den genannten Quellen.

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