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Routenvorschläge

Hagley und Winterthur: zwei Tage am Brandywine ab Wilmington

Im Norden von Wilmington in Delaware liegen zwei Museen nah beieinander, die frühere Pulverfabrik Hagley am Brandywine und das Anwesen Winterthur mit Haus und Garten.

Vom USA Reisen Magazin · Community-Content: Sylvia Spleth

Lesezeit etwa 5 Minuten

Aquarell eines großen hölzernen Wasserrads zwischen zwei Bruchsteinbauten mit Schindeldächern. Davor ein Holzsteg mit Geländer und ein ruhiger Kanal mit gemauertem Ufer.
Das Wasserrad im Hagley Museum in Delaware (Aquarell). · Aquarell nach „Water wheel at Hagley museum 2.JPG“ von Ad Meskens, Wikimedia Commons, ergänzt um eine zweite Ansicht desselben Fotografen; bearbeitet für USA Reisen Magazin und unter derselben Lizenz weitergegeben (CC BY-SA 3.0); weitere Vorlage: Water wheel at Hagley museum.JPG

In der Scheune von Hagley steht ein Conestoga-Wagen. Mit Wagen wie diesem wurde das Schwarzpulver aus den Mühlen am Brandywine zum Hafen von Wilmington gebracht und dort verschifft. Heute liegt Hagley eine kurze Autofahrt von der Stadtmitte entfernt, und Winterthur, ein Garten mit einem Haus voller Sammlungen, nur wenig weiter. Beide lassen sich von einem Quartier in Wilmington aus an zwei Tagen besuchen.

Wo das Pulver entstand

Unten am Fluss liegen die Powder Yards. Hier stellte die 1802 gegründete DuPont Company ab 1804 ihr Schwarzpulver her. Von den Steinbauten der Pulverherstellung steht vieles noch, und einige Maschinen laufen bis heute.

Aquarell eines großen hölzernen Wasserrads zwischen zwei Bruchsteinbauten mit Schindeldächern. Davor ein Holzsteg mit Geländer und ein ruhiger Kanal mit gemauertem Ufer.
Das Wasserrad im Hagley Museum in Delaware (Aquarell). · Aquarell nach „Water wheel at Hagley museum 2.JPG“ von Ad Meskens, Wikimedia Commons, ergänzt um eine zweite Ansicht desselben Fotografen; bearbeitet für USA Reisen Magazin und unter derselben Lizenz weitergegeben (CC BY-SA 3.0); weitere Vorlage: Water wheel at Hagley museum.JPG

Am besten versteht man die Anlage an einer Stelle, an der sie noch arbeitet. Nach Angaben des Museums liefert der Brandywine weiterhin die Kraft für das Birkenhead-Wasserrad, die Maschinenwerkstatt und die Rollmühle. Das Rad ist knapp fünf Meter hoch und steht bei den ältesten Mühlen. Die Rollmühle führt das Museum in Betrieb vor. Einen anderen Antrieb hat die Dampfmaschine aus den 1870er Jahren, sie wird mit Kohle befeuert. Zu den Vorführungen gehört auch das Zünden von Schwarzpulver.

Aquarell zweier breiter, senkrecht stehender Metallrollen auf einer Achse in einer runden Wanne mit Holzrand, dahinter eine Bruchsteinmauer.
Restauriertes Mahlwerk im Hagley Museum in Delaware (Aquarell). · Aquarell nach „Hagley Mill Equipment.jpg“ von Ukexpat, Wikimedia Commons; bearbeitet für USA Reisen Magazin und unter derselben Lizenz weitergegeben (CC BY-SA 3.0)

Das Haus über den Mühlen

Für das Haus Eleutherian Mills braucht man manchmal eine Zeitkarte, die man bei der Ankunft im Visitor Center bekommt. Die Führung ist im Eintritt enthalten, hinauf bringt einen der Shuttle. Das Haus baute E. I. du Pont, der Gründer der Firma, hoch über seinen Mühlen, und fünf Generationen der Familie wohnten darin. In der Scheune nebenan steht der Conestoga-Wagen.

Aquarell eines Bruchsteinbaus mit flachem Dach, einem halbrunden Sprossenfenster und Fensterbögen aus Backstein, zum Teil von Bäumen und Sträuchern verdeckt.
Restaurierte Mühle im Hagley Museum in Delaware (Aquarell). · Aquarell nach „Hagley Restored Mill 01.jpg“ von Ukexpat, Wikimedia Commons; bearbeitet für USA Reisen Magazin und unter derselben Lizenz weitergegeben (CC BY-SA 3.0)

Der Garten von E. I. du Pont ist ein Küchengarten nach französischem Vorbild, in dem Gemüse, Kräuter und Blumen zusammen wachsen. Angebaut werden nach Angaben von Hagley vor allem Sorten aus der Zeit vor 1890, am Zaun wachsen Obstbäume als Spalier. Auf Workers' Hill zeigt ein zweiter Garten, was die Familien der Arbeiter anbauten, die meisten kamen aus Irland und später aus Italien. Der Crowninshield Garden ist derzeit geschlossen und nur aus der Ferne zu sehen.

Ankommen in Hagley

Der Besuch beginnt am Visitor Center. Als Adresse für das Navigationsgerät nennt Hagley 200 Hagley Creek Road, die Bibliothek an der Buck Road ist ein anderes Ziel. Geparkt wird kostenlos beim Visitor Center, in andere Teile des Geländes dürfen Privatwagen nicht fahren. Ein kostenloser Shuttle verbindet Visitor Center, Powder Yard und das Haus.

Für einen regulären Tagesbesuch ist das Museum mittwochs geschlossen, an den übrigen Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 16 Uhr, ankommen sollte man vor 15 Uhr. Das Gelände ist größtenteils draußen und uneben. Die meisten Gebäude sind für Menschen mit Behinderung zugänglich, einige historische Bauten aber nicht mit dem Rollstuhl. Ein Bus für Rollstühle fährt regelmäßig über das Gelände, Rollstühle gibt es kostenlos im Visitor Center. Picknicktische stehen im Powder Yard, auf Workers' Hill und am Parkplatz.

Ein Garten, der Wege vorgibt

Winterthur liegt wenige Kilometer nordwestlich. Hier geht es nicht um Arbeit und Antrieb, sondern um einen Garten und ein Haus mit Sammlungen. Angelegt hat den Garten Henry Francis du Pont, und seine Wege gehören nach Angaben von Winterthur zum Entwurf: Sie folgen dem Gelände und führen um die Bäume herum, statt gerade zu verlaufen. Dazu passt eine Runde, die mit der Tram beginnt und zu Fuß durch den Garten zurückführt.

Zum Einstieg lohnt sich die Garden Tram, eine Rundfahrt mit Erläuterungen, die von März bis Dezember fährt, wenn Wetter und Platz es erlauben. Sie dauert 30 Minuten, beginnt am Visitor Center, hält in Enchanted Woods, dem Garten für Kinder, und endet am Museum. Damit ist der Weg zum Haus schon gemacht. Im Haus geht es um amerikanische Geschichte, koloniale Architektur und Kunsthandwerk und darum, wie aus dem Anwesen ein Museum wurde. Welche Hausführung gerade angeboten wird, prüft man am besten vorab auf der Seite des Museums.

Aquarell eines langen, hellen Gebäudes mit braunen Fensterläden, Dachgauben und mehreren hohen Backsteinschornsteinen, davor Rasen, Sträucher und Bäume.
Das Winterthur Museum in Delaware (Aquarell).

Danach geht man zu Fuß zurück durch den Garten. Der Quarry Garden und der Sundial Garden sind zwei verschiedene Orte, den Sundial Garden empfiehlt Winterthur für April und Mai. Scheunen, Häuser und Bereiche mit „Staff Only“ sind nicht zugänglich. Im Garten darf man picknicken, im Visitor Center gibt es ein Café. Das Museum empfiehlt für den Besuch mindestens vier Stunden.

Aquarell einer niedrigen Steinbrücke mit dunklem Metallgeländer über einem schmalen Bach, an den Ufern Steinplatten, Blattpflanzen und Bäume.
Steinbrücke im Quarry Garden von Winterthur, Delaware (Aquarell).

Zwei Tage mit Standort Wilmington

Wir haben zwei Nächte in Wilmington eingeplant, mit Anreise am Vorabend und Weiterreise nach dem zweiten Tag. Das ist eine ruhige Variante, keine Mindestdauer. Vom Rodney Square in der Stadtmitte sind es nach unserer Berechnung knapp 8 Kilometer bis zum Parkplatz in Hagley und rund 6 zurück. Für jede Richtung sollte man 15 bis 20 Minuten Fahrt rechnen, dazu Zeit zum Parken und Ankommen.

Orientierungskarte des Brandywine Valley mit den Fahrten von Wilmington, Rodney Square, zum Parkplatz von Hagley am ersten Tag und zum Parkplatz von Winterthur am zweiten Tag. Hinfahrten durchgezogen, Rückfahrten hell gestrichelt, dazu der Brandywine Creek und ein Maßstab für 1 Kilometer.

Nach Winterthur sind es rund 10 Kilometer in jede Richtung, gut 20 Minuten Fahrt plus Parken. Für das Navigationsgerät nennt Winterthur 5105 Kennett Pike. Von der Einfahrt führt die Beschilderung zum Visitor Parking innerhalb des Anwesens. An beiden Tagen sind vier bis fünf Stunden vor Ort sinnvoll, mit Pause. Die Eintrittskarte für Winterthur gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

Entscheidend sind die Wochentage. Hagley ist mittwochs für den regulären Tagesbesuch geschlossen, Winterthur ist für Tagesgäste montags geschlossen. Donnerstag und Freitag passen deshalb gut, ebenso andere Tage, an denen beide geöffnet haben. Feiertage und Sonderveranstaltungen sollte man vor der Reise auf den Seiten der beiden Museen prüfen.

Fragen und Antworten

Braucht man für Hagley und Winterthur zwei Tage?

Nicht zwingend, aber beide brauchen mehrere Stunden. Zwei Tage mit einem Quartier in Wilmington erlauben einen ruhigen Besuch.

An welchen Tagen sind die Museen geschlossen?

Für einen regulären Tagesbesuch ist Hagley mittwochs geschlossen, Winterthur montags. Feiertage und Sonderschließungen stehen auf den Seiten der Museen.

Wo parkt man in Hagley?

Kostenlos am Visitor Center, Adresse 200 Hagley Creek Road. Von dort fährt ein kostenloser Shuttle über das Gelände.

Ist die Hausführung in Hagley im Eintritt enthalten?

Ja. Manchmal bekommt man bei der Ankunft eine Zeitkarte für die Führung durch Eleutherian Mills.

Wie viel Zeit braucht man in Winterthur?

Das Museum empfiehlt mindestens vier Stunden. Die Garden Tram dauert 30 Minuten und endet am Museum.

Gilt die Eintrittskarte für Winterthur mehrere Tage?

Ja, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.

Weiterführende Informationen

  1. Hagley Museum and Library: Visitor Information
  2. Hagley Museum and Library: Hours & Tickets
  3. Hagley Museum and Library: Powder Yard
  4. Hagley Museum and Library: Plan Your Visit
  5. Winterthur Museum, Garden & Library: FAQ
  6. Winterthur Museum, Garden & Library: Plan Your Visit
  7. Winterthur Museum, Garden & Library: Suggested Itineraries
  8. Winterthur Museum, Garden & Library: Get Directions
  9. Hagley Museum and Library: Historic Home & Gardens
  10. Hagley Museum and Library: Gardens at Hagley
  11. Winterthur Museum, Garden & Library: Garden
  12. Winterthur Museum, Garden & Library: Discover the Winterthur Garden Tram Tour
  13. Winterthur Museum, Garden & Library: Self-Paced House Tour: An American Legacy

Angaben zu Öffnungszeiten, Eintritt, Angeboten und Zugänglichkeit können sich ändern. Maßgeblich sind die verlinkten Stellen.

Dieser Beitrag beruht auf Recherche in den genannten Quellen.

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