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Kona oder Hilo: ein Standort auf Hawaiʻi Island oder zwei

Hawaiʻi Island hat eine Westseite um Kailua-Kona und eine Ostseite um Hilo. Dazwischen führt eine Straße über den Sattel zwischen zwei Vulkanen.

Vom USA Reisen Magazin · Community-Content: Sylvia Spleth

Lesezeit etwa 6 Minuten

Ein schmaler Wasserfall stürzt frei über eine bewachsene Felswand in eine schattige Schlucht, ringsum dichter grüner Wald, vorn Farne.
Die ʻAkaka Falls nördlich von Hilo.

Hawaiʻi Island hat zwei Seiten und auf jeder einen Flughafen, Kona im Westen und Hilo im Osten. Welche Verbindungen sie anbieten, ändert sich mit den Flugplänen. Für die Wahl des Standorts zählt eher, wie weit die Ziele der Insel von beiden Orten entfernt liegen, denn davon hängt ab, wie lang die Tage im Auto werden.

Zuerst der Standort

Aquarellkarte von Hawaiʻi Island mit Kailua-Kona, Hilo, der Verbindung über den Sattel und der südlichen Alternative sowie den im Artikel genannten Natur- und Kulturzielen.

Für einen Mietwagen spricht nach Angaben des National Park Service schon die Anreise zum Vulkanpark: Es gibt dort keinen Shuttlebus, und Fahrdienste über Apps finden im Park kaum Fahrer. Mietwagen bekommt man an beiden Flughäfen. Ob man eine Woche in Kona bleibt oder in der Mitte nach Hilo wechselt, zeigen die Entfernungen zu den Zielen der beiden Seiten. Nach unserer Messung mit dem Autorouting des Dienstes OSRM liegen zwischen Kailua-Kona und Hilo über den Sattel der Insel rund 125 Kilometer. Die Fahrzeiten dieses Modells sind eine Orientierung, Halte, Verkehr und Sperrungen berücksichtigt es nicht.

Die Westseite um Kailua-Kona

Zwei Auslegerkanus liegen am hellen Sandstrand einer ruhigen Bucht. Dahinter stehen hohe Palmen, links am Wasser ein Bau mit Strohdach.
Auslegerkanus am Strand von Kamakahonu in Kailua-Kona.

Wie Hawaiianer an einer Küste aus rauer Lava lebten, zeigt rund 5 Kilometer nördlich von Kailua-Kona der Kaloko-Honokōhau National Historical Park. Grundlage waren Fischteiche, die nach Angaben des NPS das Leben an dieser Küste sicherten. Zwei davon sind erhalten, dazu eine Fischfalle am Strand von Honokōhau. Der Teich von Kaloko war ein Lieblingsort von Kamehameha I. An Land liegen Reste von Hausplattformen, Felsbilder und Tempel. Fast die Hälfte des Parks liegt unter Wasser. An Land ist es heiß und schattig nur an wenigen Stellen, Trinkwasser gibt es im Park nicht.

Rund 37 Kilometer südlich von Kailua-Kona, nach dem Autorouting eine Dreiviertelstunde, liegt Puʻuhonua o Hōnaunau. Schutz fand hier nach Angaben des NPS, wer die heiligen Gesetze, das kapu, gebrochen hatte. Auch besiegte Krieger und in Kriegszeiten Zivilisten kamen hierher, denn wer die Grenzen des Zufluchtsorts erreichte, dem durfte nichts geschehen. Eine fast 300 Meter lange Mauer umschließt ihn. Sie ist ohne Mörtel geschichtet und so empfindlich, dass schon geringes Gewicht sie beschädigen kann. Deshalb geht, sitzt und steht man nicht auf den Mauern, bewegt keine Steine und bleibt auf den Wegen.

Der Tempel Hale o Keawe ist bis heute eine religiöse Stätte der Hawaiianer. Nachfahren der Menschen dieses Ortes pflegen den Zufluchtsort als Hüter und halten die überlieferten Bräuche lebendig. Ins Meer geht man innerhalb des Parks nicht. Geschnorchelt wird außerhalb, an einer Stelle, die Two Step heißt.

Im Norden, rund 44 Kilometer vom Flughafen Kona, steht über der Bucht von Pelekane der Puʻukoholā Heiau. Kamehameha ließ den Tempel 1790 und 1791 errichten, nachdem ihm ein Priester verheißen hatte, mit diesem Bau werde er alle Inseln erobern. Die Arbeiter setzten die Steine ohne Mörtel an genau bestimmte Stellen. Ein Rundweg von 800 Metern führt durch das Gelände, den Tempel selbst können Besucher nicht betreten. Für Hawaiianer steht er heute nach Angaben des NPS für Einigung und dauerhaften Frieden.

Über den Sattel nach Hilo

Aquarell einer zweispurigen Straße durch trockenes Grasland mit schwarzen Lavabrocken, am Horizont flache Vulkanberge.
Der Daniel K. Inouye Highway durch den Sattel der Insel (Aquarell).

Der Daniel K. Inouye Highway, die State Route 200, ist nach Angaben des Verkehrsministeriums die direkteste Verbindung zwischen Ost und West. Er führt durch den Sattel zwischen Mauna Loa und Mauna Kea und steigt vom Ostende bis zur Mitte um knapp 1.680 Meter. Je nach Abschnitt fallen im Jahr gut 250 bis gut 5.000 Millimeter Regen. Die US Army baute die Straße 1942 als einspurige Verbindung zu ihren Übungsplätzen.

Von Kailua-Kona nach Hilo braucht das Autorouting über diese Straße ohne Halte knapp zwei Stunden für rund 125 Kilometer. Um den Süden der Insel herum sind es knapp 200 Kilometer und gut drei Stunden.

Die Ostseite um Hilo

Ein Wasserfall stürzt über eine Felskante vor einer Höhle in ein dunkles Becken. In der Gischt steht ein Regenbogen, vorn große Monstera-Blätter.
Die Rainbow Falls in Hilo mit einem Regenbogen in der Gischt.

Knapp 3 Kilometer vom Zentrum Hilos stürzen im Wailuku River State Park die Rainbow Falls gut 24 Meter tief. Nach Angaben der Parkverwaltung bildet sich an vielen Morgen ein Regenbogen in der Gischt. Der Legende nach wohnte Hina, die Mutter des Halbgotts Maui, in der Höhle unter dem Fall. Im selben Park liegen die Boiling Pots, eine Folge großer Becken, deren Wasser aufwallt, als koche es.

Gut 24 Kilometer nördlich von Hilo fällt im ʻAkaka Falls State Park ein Wasserfall 135 Meter frei in eine Schlucht. Ein befestigter Rundweg von gut 600 Metern führt mit Stufen zu den Aussichtspunkten, für Rollstühle ist er nicht geeignet. Ob er gerade vollständig begehbar ist, steht in den aktuellen Hinweisen der Parkverwaltung. Wo Gebühren für Eintritt und Parken anfallen, zahlt man nur mit Karte, und weil das Mobilfunknetz am Park schwach ist, rät die Verwaltung, schon vor der Ankunft zu bezahlen.

Der Vulkanpark als Maßstab

Am deutlichsten zeigt der Hawaiʻi Volcanoes National Park, warum der Standort zählt. Von Hilo sind es nach Angaben des NPS 48 Kilometer und eine Dreiviertelstunde, von Kailua-Kona über die Südküste 153 Kilometer und zwei bis zweieinhalb Stunden. Der Hauptbereich um den Kīlauea ist rund um die Uhr geöffnet, die Kahuku-Einheit im Süden hat eigene Öffnungszeiten. Was man dort sieht, beschreibt unser Beitrag über die Lava an der Südostküste.

Ein Standort oder zwei

Nach unserer Einschätzung lohnt der Wechsel, wenn der Vulkanpark mehr als einen Tag bekommen soll. Dann passen einige Nächte in Kona für die Stätten der Westseite und einige in Hilo für Park und Wasserfälle, verbunden durch eine Fahrt über den Sattel. Wer nur in Kona bleibt, erreicht die Westseite in kurzen Fahrten, sitzt für den Vulkanpark aber hin und zurück vier bis fünf Stunden im Auto. Wer nur in Hilo wohnt, hat es zum Puʻuhonua o Hōnaunau nach Angaben des NPS rund 170 bis 190 Kilometer weit.

Fragen und Antworten

Wie weit ist es von Kailua-Kona nach Hilo?

Nach unserem Autorouting rund 125 Kilometer über den Daniel K. Inouye Highway. Das Modell rechnet ohne Halte, Verkehr und Sperrungen mit knapp zwei Stunden. Um den Süden der Insel herum knapp 200 Kilometer.

Wie weit liegt der Vulkanpark von Kona und Hilo?

Nach Angaben des NPS 48 Kilometer und etwa eine Dreiviertelstunde von Hilo, 153 Kilometer und zwei bis zweieinhalb Stunden von Kailua-Kona über die Südküste.

Darf man in Puʻuhonua o Hōnaunau auf die Mauern steigen?

Nein. Die Mauern sind ohne Mörtel geschichtet und können schon durch geringes Gewicht beschädigt werden. Man bleibt auf den Wegen und bewegt keine Steine.

Kann man in Puʻuhonua o Hōnaunau schnorcheln?

Im Park ist der Zugang zum Meer nicht erlaubt. Geschnorchelt wird außerhalb, an der Stelle Two Step.

Braucht man ein Auto?

Nach Angaben des NPS ist der Mietwagen das übliche Verkehrsmittel. Ein Inselbus des Hawaiʻi County hält auch am Vulkanpark, dessen Fahrpläne ändern sich aber, und im Park gibt es keinen Shuttle.

Weiterführende Informationen

  1. Hawaii Department of Transportation, Airports Division: Ellison Onizuka Kona International Airport at Keahole
  2. Hawaii Department of Transportation, Airports Division: Hilo International Airport
  3. National Park Service, Kaloko-Honokōhau: Kaloko-Honokōhau National Historical Park
  4. National Park Service, Kaloko-Honokōhau: Directions
  5. National Park Service, Kaloko-Honokōhau: History & Culture
  6. National Park Service, Puʻuhonua o Hōnaunau: Puʻuhonua o Hōnaunau National Historical Park
  7. National Park Service, Puʻuhonua o Hōnaunau: Directions
  8. National Park Service, Puʻuhonua o Hōnaunau: People
  9. National Park Service, Puʻuhonua o Hōnaunau: Preservation
  10. National Park Service, Puʻukoholā Heiau: Puʻukoholā Heiau National Historic Site
  11. National Park Service, Puʻukoholā Heiau: Directions
  12. National Park Service: Puʻukoholā Heiau
  13. Hawaii Department of Transportation: New Phase of Daniel K. Inouye Highway Opens
  14. Hawaii Department of Land and Natural Resources: Wailuku River State Park
  15. Hawaii Department of Land and Natural Resources: ʻAkaka Falls State Park
  16. National Park Service, Hawaiʻi Volcanoes: Directions
  17. National Park Service, Hawaiʻi Volcanoes: Operating Hours

Angaben zu Öffnungszeiten, Eintritt, Angeboten und Zugänglichkeit können sich ändern. Maßgeblich sind die verlinkten Stellen.

Dieser Beitrag beruht auf Recherche in den genannten Quellen.

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